WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 12

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Liebe Wolfsbrunnen-Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

in der Hoffnung, daß Sie im Wunschpaket für das begonnene Jahr 2012 die Zukunft der Wolfsbrunnen-Anlage und des Freundeskreises hinreichend berücksichtigt haben, möchten wir alle Freunde dieses Ortes  zur

WOLFSBRUNNEN-WERKSTATT Nr. 12
Samstag, 18. Februar 2012, ab 9.00 Uhr

einladen.

Wie in all den vorangegangenen Wolfsbrunnen-Werkstätten werden wir gemeinsam mit dem Landschaftsamt der Stadt Heidelberg die begonnene Pflege an Baum, Strauch und Kraut fortsetzen. Ziel ist, im Tal die naturgegebene Geländemodellierung und die stimmungsvollen Blickbeziehungen zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Die Tradition fordert, daß wir uns - wie bei allen Wolfsbrunnen-Werkstätten - um 12.30 Uhr zu einem leckeren Wolfsbrunnen-Eintopf à la Jetta mit Frühlingseinlage (kann derzeit nur eine Ahnung sein) treffen.

Danach geht’s weiter - so lange und so intensiv, wie man mag. Zwischendrin kann sich jeder an mitgebrachtem Kuchen und Kaffee stärken.

Zum Abschluß noch zwei Dinge:
Gäste zum Aufmuntern und zum Mitspeisen sind herzlich willkommen. Auch die Wolfsbrunnenwerkstatt Nr. 12 wird wieder ein tatkräftiges Beispiel bürgerschaftlichen Engagements zur Erhaltung eines Heidelberger Kulturgutes werden.

Frohes Schaffen garantieren wir.

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Ein Buch hat Geburtstag

Ein Schatz in unserem Archiv: die Aufzeichnungen von Heidi Friedl in ihrem Tagebuch über das gemeinsame Gärtnern am Wolfsbrunnen! Wir berichteten darüber (Archiv Juli 2008 „Das Gartentagebuch“).

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Heidi Friedl: Der Garten am Wolfsbrunnen - Tagebuch über das gemeinsame Gärtnern. Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V., Heidelberg-Schlierbach
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Seit Februar 2006 dokumentiert Heidi Friedl die Aktivitäten des Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. in ihrem „Grünen Buch“: die Geländearbeiten beim monatlichen „WolfsbrunnenTreff“ sowie die Kooperation mit dem Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg bei der „WolfsbrunnenWerkstatt“, die 2x im Jahr stattfindet.

Darüber hinaus berichtet sie über das Kräutersammeln mit Rüdiger & Leander Becker, die Vogelwanderungen mit Volker Voigtländer, über unsere Sommerfeste unter dem Motto „SommerAbendTraum“ und unsere regelmäßige Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“.

Doch das Berichten ist nicht alles; denn Heidi Friedl widmet sich den wolfsbrunnen-spezifischen Ereignissen auf ihre Art. Sie schreibt und dichtet, zeichnet und malt, verwertet Fotos und Zeitungsartikel. Ihr Tagebuch ist ein Füllhorn, reich an Informationen, Bauernregeln, Erinnerungen, persönlichen Anmerkungen und Illustrationen!

Beim Durchblättern werfen wir heute einen „Seiten-Blick“ auf den Frühling:
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Freitag, 3. März 2006
WolfsbrunnenTreff

Erster „Treff“ zur Fortsetzung der Arbeit. Und wieder wurde gesägt, geschnitten, gezupft, gerupft, geschreddert, geharkt, gefegt, gepflegt, gelacht, geflucht. …

Jugendliche des Heilpädagogischen Instituts hatten mit den Naturschutzwarten Erich Lehm und Hans-Martin Gäng die beiden oberen Laichtümpel für die beginnende Saison gereinigt. Sie sorgten dafür, dass Libellenlarven und Kleinlebewesen in der Waserpflanzenzone wieder in das rettende Wasser zurückfanden. Das über Jahre eingetragene Schwemmgut wurde entfernt und Wasserstand und -zulauf wurden reguliert. Am folgenden Tag schon konnten Laichklumpen des Grasfrosches gesehen werden. …
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Jahresplan im Frühjahr 2008

In Franken war es bis in die Gegenwart üblich, dass der Gärtner nach dem Umgraben seines Gartens in einer Ecke mit dem Rechen drei Kreuze machte und dazu sprach:

„So, lieber Herrgott,
ich hab’ meine Schuldigkeit getan!
Tu’ Du jetzt die Deinige!“
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6. Mai 2008

Der Nußbaum schmückt sich!
Von Ferne sehen seine jungen Blätter vor
dem blauen Himmel wie orange-rosa,
rotbraune Blüten aus. In der Nähe zeigt
sich, dass die zarte rotbraune Färbung
die Blattspitzen ziert und dann in
dunkles Lindgrün übergeht.
Mach’ weiter so, lieber Baum!
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Frühlingsboten 2009

“Leben ist nicht genug”,
sagte der Schmetterling,
“Sonnenschein, Freiheit und
eine kleine Blume muss man auch haben.”
(Hans Christian Andersen)
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20. März 2010
„Kräutersammeln“

… Zubereiten der „grünen Soße“ und fröhliches Schmausen im Eiskeller – denn draußen ist immer noch mehr Winter als Frühling. …

Der Löwenzahn

… Und bei all dem ist die Pflanze bescheiden,
mag schon das ärmste Plätzchen gut leiden,
kämpft sich durch steinigen Boden die Bahn
(hätt’ ich oft die Kraft vom Löwenzahn!). …

… Wir sollten eigentlich nicht vergessen,
im Frühjahr die jungen Triebe zu essen!
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8. Mai 2010
„Vogelwanderung“

Humanistisches Frühlingslied

Amsel, Drossel, Star und Fink
singen Lieder vom Frühlink,
machen recht viel Federlesens
von der Gegenwart, dem PRÄSENS.

Krokus, Maiglöckchen und Kressen
haben längst den Schnee vergessen,
auch das winzigste Insekt
denkt nicht mehr ans IMPERFEKT.

Hase, Hering, Frosch und Lachs,
Eltern, Junge, Fritz und Max - - -
alles, alles freut sich nur
an dem Jetzt und aufs FUTUR.
(Heinz Erhardt)
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Das waren 6 Zitate zum Thema Frühling aus dem bezaubernden Gartentagebuch von Heidi Fiedl – bearbeitet für unsere Homepage, d.h. klägliche Kopien aus dem Kontext! Kein Vergleich, das Buch in der Hand zu halten, darin zu blättern und zu lesen. Diese Gelegenheit aber haben Sie bei den Veranstaltungen des Freundeskreises und die nächste bietet sich am 18. Februar, wenn wir unsere WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 12 durchführen. Die Einladung dazu erfolgt demnächst!

Übrigens stammt Heidi Friedl’s erster Tagebucheintrag vom 10./11. Februar 2006, der ersten WolfsbrunnenWerkstatt! Zum Schluss ein Rückblick auf den “Geburtstag” dieses Buches vor 6 Jahren:
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Freitag, 10. + Samstag, 11. Februar 2006
WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 1

… Das Ergebnis dieser 2 Tage der Werkstatt Nr. 1 kann sich sehen lassen: viel Licht und wieder ein herrlicher Blick ins Tal hinunter, der das Ursprüngliche ahnen lässt.

Der Plan, die „Jetta-Linde“ zu pflanzen wurde vorerst (!) noch fallen gelassen, da man noch nicht genau weiß – so Kathrin Rating – wo der historische Standort liegt. Der Baum soll dann wie einst die Möglichkeit bieten, „in seiner verzweigten Krone auf einem Holzboden zu tanzen.“ (!). …
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Sind solche Aufzeichnungen nicht wunderbar? Vision 2006! Im Mai 2010 hat Gerhard Kaiser zum Thema „Tanzlinden“ einen spannendn Vortrag gehalten (Archiv Mai 2010) und wer weiß, wann es wieder eine „Jetta-Linde“ gibt…

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Ein neues Jahr beginnt

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…und nicht nur am Neujahrstag sind Sie uns willkommen, sondern auch an jedem anderen Tag im Jahr… Kommen Sie, nehmen Sie teil am „Wolfsbrunnenleben“ und besuchen Sie unsere Veranstaltungen (die wir gerade erarbeiten und Ihnen demnächst mitteilen!) – wir freuen uns auf Sie!

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement
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Das Jahr klingt aus

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Wir wünschen Ihnen von Herzen

FROHE WEIHNACHTEN
UND EIN GÜCKLICHES NEUES JAHR!

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Es war einmal…

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„Es war einmal eine Märchenerzählerin, Siemabella wurde sie genannt. Die zog von Ort zu Ort und beglückte die Menschen mit ihren wundersamen Geschichten. Da begab es sich, dass sie eines Abends auch ins Bürgerhaus nach Schlierbach kam. Dort warteten schon viele Gäste auf die Märchenerzählerin. Man hatte sich auf diesen besonderen Abend vorbereitet, den Raum adventlich geschmückt, Glühwein und Plätzchen mitgebracht. Auch kleine Gaben für den Krabbelsack – denn was wäre eine märchenhafte Vorweihnachtsfeier ohne Geschenke? Da saßen sie nun mit roten Bäckchen und lauschten… …und wenn sie nicht gestorben sind, dann lauschen sie noch heute!“

…so könnte man weiterspinnen und ein Märchen daraus machen…

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Isabella Siemes

Isabella Siemes, so der bürgerliche Name der Märchenerzählerin, kam tatsächlich am 15. Dezember ins Bürgerhaus und gestaltete mit ihren zauberhaften, komischen oder nachdenklichen Geschichten den letzten WolfsbrunnenAbend im Jahr 2011. Siemabella erzählte aber nicht nur Märchen, sondern gab auch einen Einblick in den literaturgeschichtlichen Kontext: was sind Märchen, wie entstanden sie, wie haben sie sich verbreitet, welche Arten gibt es – Volksmärchen, Zaubermärchen, Schwankmärchen, Kunstmärchen etc., welche Rolle spielten die Gebrüder Grimm, welche die Romantiker, was sagen die Interpreten…? Ein komplexes und spannendes Thema, das man im nächsten Winter vertiefen könnte…

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Und eingebettet in die Märchenerzählungen von Siemabella gab es ein Weihnachtsspiel: Jeder nahm sich etwas aus dem Krabbelsack, packte es aus und legte es vor sich hin, so dass alle das komplette Angebot sehen konnten. Dann wurde gewürfelt. Wer eine 6 würfelte, musste sein Geschenk gegen ein anderes tauschen. Der eine bedauerte das, der andere nicht… es war ein großer Spaß! Und in jeder Hinsicht ein gelungener WolfsbrunnenAbend – alle Jahre wieder…

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Jahresendbrief 2011

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Liebe Freunde der Wolfsbrunnen-Anlage,
sehr geehrte Damen und Herren,

2005 begann das Unternehmen Wolfsbrunnen mit einer Probezeit von einem halben Jahr. Ultimativer Test war die Wolfsbrunnenwerkstatt Nr. 01 am 10. und 11. Februar 2006 (zu der am 03.12.2005!) eingeladen wurde. Nach diesen beiden Tagen mit Schnee, Kälte, Regen, Wind, mit engagierten Helfern (bis zu 100 Personen) und dem Landschaftsamt der Stadt wussten wir, das Prinzip, Bürgerschaftliches Engagement’ lohnt sich zu realisieren. Denn: nach diesen beiden Tagen hatten wir den ‚Durchblick’ bis auf die andere Neckarseite.

Nun sind 6 Jahre vergangen. Es waren gute Jahre!

Ein jeder von uns hat den Ort schätzen gelernt, ja, man kann fast sagen, lieben gelernt – trotz diverser Unannehmlichkeiten als da sind: geschlossene Gaststätte, unklare Zeitfenster für die Wiedereröffnung durch unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Hangsicherung, Baustellenbetrieb und der nie enden wollende Dialog zwischen Knöterich und gartenkünstlerischem Gestaltungswillen.

Das kommende Jahr 2012 erfordert nochmals visionäres Durchhaltevermögen, denn die Bauarbeiten am Haus werden erst im Frühjahr 2013 abgeschlossen sein.

Wir beschließen das Jahr 2011 wie angekündigt mit einer ‚MÄRCHENSTUNDE’ am 15. Dezember 2011, 19h und laden zugleich zum 2. Weihnachtsmarkt der Wolfsbrunnen gGmbH am 18. Dezember von 12-17h ein.

Nach einem kleinen, kreativen Winterschlaf werden Sie im Februar wieder von uns hören.

Bis dahin wünschen wir Ihnen Zeit zum Nachdenken über das Jahr 2011 all seinen Höhen und Tiefen und wünschen hoffnungsvolle Gedanken für 2012 en gros und en detail, für Sie und Ihre Freunde, auf jeden Fall für den Wolfsbrunnen und wie immer

Frohes Schaffen

Kathrin Rating
Freundeskreis Wolfsbrunnen

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Märchenstunde

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Einladung zur Märchenstunde
am 15. Dezember um 19 Uhr
Bürgerhaus, Schlierbacher Landstraße 130, Heidelberg
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Träume - Ängste - Hoffnungen
Woher kommen die Märchen, was wollen sie uns sagen?
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Isabella Siemes
Märchenerzählerin

wird anhand von Beispielen einen Überblick über die Märchenvielfalt und deren Typologie geben, das wären Volksmärchen, Hausmärchen, Kunstmärchen, Zaubermärchen, etc… Und zum Abschluß hören wir Weihnachtsgeschichten. Dazu + Dazwischen + Danach gibt es Kostproben aus diversen Backstuben, angereichert mit dem Duft traditioneller Essenzen aus dem Glühweintopf…

…und es gibt einen Krabbelsack nach dem Motto ‘Schenke ich Dir - Schenkst Du mir’. Bringen Sie bitte spannende, kleine Geschenke mit, die Sie immer schon einmal selbst haben wollten…vielleicht klappt es ja.

Wir freuen uns auf einen ‘märchenhaften’ Abend und grüßen herzlich

Freundeskreis Wolfsbrunnen
Der Verein mit dem besonderen Engagement
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Stein auf Stein

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Wir Schlierbacher sind vom Buntsandstein umgeben. Fahren wir in der Abendsonne von West kommend nach Hause, freuen wir uns am leuchtend warmen Rot der Schlossruine, der Alten Brücke, an den schön gefügten Mauern des Schlossbergs, den dunkelroten Mauern entlang der Straßen, den Findlingen an den Wanderwegen, die uns weiß beschriftet den Weg weisen.

Wie viele dieser präzis gehauenen Steine mögen es sein, die uns aus den vergangenen Jahrhunderten anvertraut wurden? Es werden hunderttausende sein in unserer nächsten Umgebung.

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Michael Dursy

So fand der Vortrag des Steinmetz- und Steinbildhauermeisters Michael Dursy viele neugierige Interessenten, die seine umfassenden Kenntnisse als Restaurator und Sachverständiger intensiv nachfragten.

Kathrin Rating hatte einleitend anhand einiger Fotos von gestaltetem Buntsandstein aus Schlierbacher Gärten und Parks gezeigt, wie schön Wege und Mauern, Brunnen und Statuen aus Buntsandstein zum Grün der Natur passen.
 
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Nepomuk am Wolfsbrunnen

Michael Dursy, in vierter Generation aus einer Stein bearbeitenden Familie stammend, gab einen informativen Überblick über die Geologie unserer Heimat, schilderte anschaulich die Technik der Steinbearbeitung, zeigte die Variationen des Buntsandsteins aus dem Odenwald und dem Kraichgau und gab handfeste Ratschläge zur Pflege: Rutschige Plattenwege sandstrahlen? Abschiefernde Haussockel versiegeln? Trockenmauern mit Beton ausfugen? Dreimal Nein!

Große Aufmerksamkeit fanden die Werkzeuge, die Dursy beschrieb. Wer wusste zuvor, wie Zahneisen, Scharier- und Setzeisen mit dem großen Holzklöppel eingesetzt werden.

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Nachdenklich stimmte, dass von über 100 Steinbrüchen der Region nur noch fünf in Betrieb sind, dass asiatische Steine, die konkurrenzlos billig (Kinderarbeit?) mehr und mehr bei uns verwendet werden, noch nicht auf langfristige Eignung geprüft sind. Wollen wir von Steinsplittern in Edelstahlkörben (Gabionen) wie in HD-Kirchheim, Speyrer Straße, eingemauert sein? Wie pflegen und erhalten wir das Mauerwerk am Philosophenweg oder um den Quellengarten am Wolfsbrunnen?

Für uns und unsere Nachfolger gibt es noch viel zu tun.

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Vom Bruch zur Kunst

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EINLADUNG

Buntsandstein aus der Region - vom Bruch zur Kunst
Vortrag von Michael Dursy

Donnerstag, 24. November, 19 Uhr

Bürgerhaus
Schlierbacher Landstraße 130
Heidelberg-Schlierbach

Liebe Freunde der Wolfsbrunnen-Anlage,

der Odenwälder und der Neckartäler Buntsandstein war das Baumaterial unserer Vorfahren, aber auch das Material, um Zeugnisse der Steinmetzkunst zu fertigen. Es hat sich bewährt und darf nicht in Vergessenheit geraten - ebenso wie das Werkzeug: Bossierhammer, Krönel, Scharriereisen, Stockhammer, Zweispitz, etc…

Michael Dursy, Steinmetz- und Steinbildhauer-Meister, wird aus seiner Tätigkeit als Restaurator und Sachverständiger berichten, sich den Fragen der Zuhörer stellen und viele von uns davon überzeugen, dass ein Stein nicht nur ein Stein ist, dass ein Stein lebt und vieles mehr.

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Wir freuen uns mit Ihnen auf einen spannenden Abend.

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Ein Hund – viele Bedeutungen!

Das Wolfsbrunnental mit dem angrenzenden Wald ist ein Treffpunkt vieler Hundehalter, die dort mit ihren Lieblingen spazierengehen – alleine, mit der Familie oder mit Gleichgesinnten.

Da lag es nahe, dass bei einem WolfsbrunnenAbend des Freundeskreises einmal der Hund und seine vielfältige Beziehung zum Menschen in einem reich bebilderten Vortrag behandelt wurden.

Hans-Martin Gäng zeigte anhand europäischer Gemälde und Skulpturen, dass dort der Hund höchst selten im Mittelpunkt oder als eigenständiges Thema auftaucht, vielmehr ergänzt er den Bildinhalt mit ganz bestimmten Absichten.

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Vittore Carpaccio, Die Vision der Hl. Augustinus, 1502
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Auf vielen Marien- oder Heiligendarstellungen ist der Hund, vor allem der weiße Hund, ein Symbol der Glaubenstreue. Auf Darstellungen von Ehepaaren oder Liebenden unterstreicht er die Treue und verlässliche Verbindung.

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Jan van Eyck, Die Arnolfini-Hochzeit,1434
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Große und starke Hunde zeigen den Machtanspruch und den Status des Besitzers, kleine Hunde zieren Kinder und Damen. Auf vielen Portraits und Familienbildern sieht man, dass der Hund zur Familie gehört, auf den Jagdbildern ist der Hund als Helfer des Jägers unverzichtbar.

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Antonio Pisanello, Die Vision des Hl. Eustachius, 1436
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Jagdszenen einerseits, religiöse Inhalte andererseits – Bilder sprechen viele Sprachen. Hinweise auf Details und historische Zusammenhänge sorgten auch für Schmunzeln: Aus Gemälden von Francois Desportes (1661-1743) kennen wir z.B. die Namen der liebsten Jagdhunde von Ludwig XIV. von Frankreich, der sie mit Namen so verewigte: Bonne, Ponne, Nonne, Blonde, Diane, Folle, Mite, Lis Nonette, Zette. Ob bei den ähnlich klingenden Namen die erstgenannten Hunde in der Meute auf Zuruf reagierten?

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Giovanna Garzoni, Bitch, 1648
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In seinem kenntnisreichen und unterhaltsamen Vortrag „Der Hund in Darstellungen der europäischen Kunst“ machte Hans-Martin Gäng deutlich, für welche Werte der Hund steht, was er in unserer abendländischen Kultur symbolisiert. Und das ist nicht nur das Gute wie Kraft, Stärke und Mut – Hilfe, Schutz und Wachsamkeit – Glaube, Treue und eheliche Liebe.

Auch das Böse verkörpert der Hund: die Sündhaftigkeit, das Laster, die Wollust, den Neid und die Gier. Und natürlich fand Hans-Martin Gäng auch dafür treffende Beispiele und amüsierte mit Anspielungen.

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Jan Steen, Wie die Alten sungen, 1663
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Hans-Martin Gäng spannte einen weiten Bilderbogen, konzentrierte sich dabei auf das 15. bis 19. Jahrhundert und gab dem Publikum neue Impulse bei der Betrachtung des Hundes im bildnerischen Kontext…

Ein Hund – viele Bedeutungen!
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